Mit Chucks zum Fitnesstraining? Lieber nicht! Wir sagen euch, was in einem waschechten Fitnessschuh steckt und welche Variante sich für Zumba, Yoga & Co. eignet.

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von Martin

Beim Zumba abschwitzen, beim Spinning voll in die Pedale treten oder beim Yoga entspannen – im Fitnessstudio trainiert es sich sehr abwechslungsreich. Was auch immer du im Studio machst, deine Schuhe sollten auch voll mitmachen. Dancemoves brauchen Schuhe, die stabil und flexibel sind, beim Yoga zählt vor allem die Leichtigkeit am Fuß. Hier erfährst du, was so alles in Fitnessschuhen steckt und welche Unterschiede es gibt.

Auf den ersten Blick ist es ganz simpel. Fitnessschuhe bestehen aus drei Teilen: Obermaterial, Zwischensohle und Außensohle. Bei näherem Hinsehen ist der Fitnessschuh dann aber doch schon wieder etwas komplexer. Also gucken wir uns das mal „en Detail“ an!

Das Obermaterial: Leicht und flexibel oder robust und stabil?

„Der sieht cool aus, den nehme ich“, das ist so die übliche Reaktion auf ein trendig gestaltetes Obermaterial. Doch eigentlich ist das Upper von Fitnessschuhen keine Frage des Styles, sondern eine Frage der Passform. Ob diese gut oder schlecht ist, hängt nämlich zum großen Teil vom Obermaterial ab.

Obermaterial en Detail:

  • Das Obermaterial des Fitnessschuhs sollte spürbar am Fuß anliegen und ihn sicher und fest umschließen, ohne ihn einzuengen.
  • Mit der Schnürung, auch Teil des Obermaterials, kannst du die Passform dann noch individuell an deinen persönlichen Tragekomfort anpassen
  • Fast immer kommt im Obermaterial ein Mesh zum Einsatz. Dieses macht den Schuh atmungsaktiv und schafft ein gutes Fußklima! Außerdem macht es den Schuh schön leicht und flexibel.

Aber: Im Dance- und Cardiobereich sind die Schuhe im Schaftbereich mit Überzügen versehen, die für mehr Stabilität und Robustheit sorgen – und das ist gut und richtig so!

Das Herzstück des Schuhs: Die Zwischensohle

Die Zwischensohle leistet echt Schwerstarbeit! Beim Steppen, Laufen und Springen müssen wir bei jedem Aufprall das 2-6fache (je nach Übung) unseres Körpergewichts abfangen! Einen großen Teil dieser Belastung nimmt uns die Zwischensohle ab, denn sie dämpft diese Aufprallkräfte. Dies kann man sich wie einen Schwamm vorstellen, der immer wieder durch unsere Schritte zusammengedrückt wird. Doch nach einiger Belastung bietet dir die Zwischensohle nicht mehr die optimale Dämpfung und du solltest den Schuh in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Wenn du ein- bis zweimal die Woche trainierst, dann solltest du dir einmal im Jahr einen neuen Schuh gönnen.

Zwischensohle – weitere Details.

  • Manche Modelle kommen mit zusätzlichen Dämpfungselementen wie GEL, AIR oder BOOST daher. Diese Schuhe bieten dann noch mehr Komfort, weil sie noch besser dämpfen und einen Teil der Aufprallkräfte wieder als Energie an den Fuß zurückgeben.
  • Um den gesamten Schuh flexibler zu machen, positionieren die Hersteller an die Bewegung angepasste Flexkerben. Diese Kerben ziehen sich längs und/oder quer über die gesamte Sohle und erlauben so eine natürlichere Abrollbewegung, weil die Sohle nicht so steif ist – dies ist zum Beispiel beim Boxen, beim Zumba oder anderen bewegungsintensiven Kursen sehr vorteilhaft.

Aber: Im CrossFit-Bereich brauchst du eher wenig gedämpfte, flache und feste Sohlen, denn hier brauchst du einen sicheren Stand um ordentlich Gewichte zu stemmen und Kettlebells zu schwingen.

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Der richtige Dreh mit der Außensohle

„Mit dunklen Sohlen kommst du mir nicht in die Halle!“ Habt ihr in der Schule früher auch Ärger mit dem Hallenwart oder Hausmeister bekommen, wenn eure Sportschuhe keine hellen Sohlen hatten? Bei mir war es so. So einfach wie damals haben es die Hausmeister heutzutage nicht mehr, denn heute gibt es als Außensohle vielfach die „non marking“-Sohlen. Und es steckt noch mehr in ihrer Außensohle:

Außensohle en Detail:

  • „non-marking“ Sohlen sind zwar dunkel, aber färben nicht ab. Sie geben eine gute Bodenhaftung und nutzen nicht so schnell ab.
  • Oftmals haben Fitnessschuhe eine Rotationszone. Dieser Bereich unter dem Vorfuß ist so beschaffen, dass Drehungen auf dem Fußballen blitzschnell ausgeführt werden können. Das ist besonders für den Cardio- und Dancebereich von Vorteil.

Ob leicht und flexibel oder knöchelhoch und stabil – für jedes Training gibt es mittlerweile die passenden Fitnessschuhe. Der Yoga-Schuh ist leicht und flexibel, der CrossFit-Schuh stabil und robust. Wenn du meist in einer speziellen Disziplin im Fitnessstudio unterwegs bist, lohnt es sich auch, dir den passenden Schuh dafür zuzulegen. Wenn du eher Allrounder bist, dann hol dir auch einen Fitnessschuh-Allrounder – geht auf dem Stepper, an der Hantel und beim Zumba voll mit!

 

 

 


Kategorien : Equipment Fitness Schuhe


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