Gute Vorsätze gibt es am Anfang eines jeden neuen Jahres viele – aber wie viele davon werden auch wirklich umgesetzt? Unsere Laufexperten Martin und Peter haben das erste Halbjahr 2015 mit Blick auf ihre sportlichen Vorsätze vom Anfang des Jahres mal Revue passieren lassen.

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Vor knapp einem halben Jahr haben wir euch berichtet, was unsere guten Vorsätze für 2015 sind und was wir uns vorgenommen haben. Da wir das erste Halbjahr 2015 nun schon hinter uns haben, ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme! Stehen die Vorsätze aktuell noch? Wurden sie angepasst oder bereits in den ersten Monaten des Jahres über Bord geworfen?

Erstens kommt es anders – und zweitens als ich gedacht habe

von Martin

Anfang des Jahres hatte ich einen Plan: Ich wollte die Nettetaler Winterlaufserie mit ihren drei Läufen mitmachen und mich dann voll auf die Vorbereitung für den ersten DUit-Triathlon in Duisburg konzentrieren. Es sollte meine erste Mitteldistanz und das Highlight der ersten Saisonhälfte werden.

Doch bereits die Natur machte mir zu Beginn einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund einer Sturmwarnung fiel der erste Lauf der Winterlaufserie aus. Das hatte ich natürlich nicht auf dem Plan gehabt!

Planänderungen

Als sich dann kurzfristig die Möglichkeit bot, an der Winterlaufserie des ASV Duisburg teilzunehmen, habe ich mich flott dort angemeldet. Der Laufkalender füllte sich also etwas, aber es passte gut zusammen.

Januar, Februar und die erste Hälfte des März verliefen trainingstechnisch Bombe, aber dann erwischte mich eine Erkältung und der abschließende Halbmarathon in Duisburg war für mich keine Option mehr. Was war ich frustriert!

Gott sei Dank ließ der Urlaub nicht lange auf sich warten und erst mal stand Erholung auf dem Plan.

Doch nach dem Urlaub die nächste Hiobsbotschaft – der DUit-Triathlon wurde abgesagt. Und auch mein Training lief nur recht schleppend an. Irgendwie war die Luft etwas raus. Das konnte so früh im Jahr doch gar nicht sein. Waren in den ersten drei Monaten vier Einheiten die Woche zum Standard geworden, mühte ich mich jetzt ab, überhaupt zwei auf meinen Trainingscomputer zu bekommen. Kleine Infekte taten ihr übriges, um mich noch weiter zu bremsen.

 „Auf einmal macht alles wieder so richtig Spaß“Triathlon Martin

Aber Ende Mai konnte ich den Schalter wieder umlegen und auf einmal macht alles wieder so richtig Spaß. Am 21.6. stand in Leverkusen der Halbmarathon auf dem Plan – hoffentlich passte alles noch für eine vernünftige Vorbereitung. Tja, und was soll ich schreiben? Die Vorbereitung passte nicht 100%ig und nur die ersten 15km liefen prima. Danach alles ein Krampf – ob der Magen, die Waden oder auch der Kopf. Aber ich bin durchgelaufen!

Ein wenig Bammel hatte ich dann schon, was aus dem Volkstriathlon bei uns am schönen Niederrhein eine Woche später werden sollte. Aber ohne großen Druck wurden diese Veranstaltung für mich zum tollen Event und ich kann jetzt motiviert in das zweite Halbjahr 2015 starten. Und dort wartet neben dem Bayer-Triathlon Ende August noch das große Saison-Highlight Ende Oktober in Frankfurt auf mich.

 

Jeden erwischt es einmal

von Peter

Einige meiner Läuferfreunde wurden regelmäßig – die einen mehr und die anderen weniger – von Laufverletzungen heimgesucht. Ich hatte bisher das Glück, dagegen immun zu sein. Doch dieses Jahr war ich dann wohl an der Reihe.

Fast das ganze 1. Halbjahr plagte mich ein Schmerz, der vom Becken über den vorderen Oberschenkel bis in die Wade ging. Trotz regelmäßiger Behandlung beim Physiotherapeuten kam der Schmerzen immer wieder. Besonders bei etwas schnelleren Läufen oder im profilierten Gelände. So war ich gezwungen, des Öfteren Gehpausen einzulegen. Beim 6-Stundenlauf in Münster war die Beeinträchtigung aufgrund des moderaten Tempos nicht besonders groß. In Hamburg während des HASPA Marathons zwangen mich die Schmerzen ab Kilometer 25 dazu, alle 2km für 100-200m in den „Gehmodus“ umzuschalten. Das reduzierte den Spaßfaktor, obwohl ich den Marathon finishen konnte, schon ein wenig.

Mein Saison-Highlight: Anders als geplant, aber gut!

Vier Wochen später stand dann mein geplantes Saison-Highlight – der Keufelskopf-Marathon mit 45km/1900HM – auf dem Plan. Da ich im Vorfeld aufgrund der Verletzung wenig im profilierten Gelände trainieren konnte, entschloss ich mich, auf den 22km/1000HM Short-Trail umzusteigen. Dies war eine weise Entscheidung, da auch die kürzere Strecke sehr fordernd war und ich so völlig schmerzfrei den Lauf beenden konnte. Die Zeit mit der Verletzung hat mich wieder ein wenig Demut gelehrt. Und wenn es wieder mal nicht mit der Wunschzielzeit klappt, dann werde ich dafür dankbar sein, überhaupt laufen zu können.

So geht es weiter

Mein Saison-Highlight für das 2. Halbjahr soll der 24-Stunden-Traildorado in Schwerte im Oktober werden. Als Vorbereitungsläufe hierfür habe ich mir im August den 33km Panoramalauf in Altenahr und im September den 6-Stundenlauf in Rheinberg ausgesucht.

So ist zumindest der Plan – schauen wir mal, ob der Körper da mitmacht und ich die Verletzung im ersten Halbjahr zurücklassen kann!


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